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Geschichte
und Perspektive
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Von
der Ispo zur Outdoor
Die Termine der Fachmessen werden von den großen Sportartikelherstellern
bestimmt. Kanuhersteller sind da nicht dabei. Trotzdem suchte
die Kanubranche immer den Anschluss.
Über viele Jahre war die Ispo die wichtigste Messe für
die Kanuindustrie. Doch der Termin der Ispo verschob sich
immer mehr nach vorne, von September immer weiter in den August.
Es begann zu kriseln, denn der August bedeutet Schlussverkaufszeit
im Handel und Hochbetrieb bei Rafting und Kanuverleih.
Der Outdoor-Markt hatte ähnliche Probleme, die damals
kleineren Hersteller und Händler mussten ebenfalls eine
eigene Messe zum richtigen Termin haben. So entstand 1994
in Friedrichshafen die erste Outdoor, mit dabei war auch die
Kanu-Industrie. |
| Kanu
hat am Erfolg dieser Messe mitgewirkt und hat vom Erfolg
der Outdoor profitiert. In den letzten Jahren jedoch
schob sich auch die Outdoor im Kalender nach vorne,
inzwischen ist sie im Juli. |
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Ambiente,
Service und Professionalität auf höchstem
Niveau:
Begeisterung bei der ersten Outdoor im neuen Messegelände
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Die
Folgen für den Kanumarkt waren verheerend. Weder
die Aussteller noch die Besucher aus der Kanubranche
konnten mit diesem Termin arbeiten. Wichtige Aussteller
blieben fern, Besucher kamen widerwillig und ohne das
gewünschte Kauf-Interesse. |
Kanu
und Juli-Termine: Weniger Aussteller, weniger Besucher |
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Der
Tiefpunkt
Im Oktober 2003 war der Tiefpunkt erreicht: Im Nebenzimmer
eines Restaurants und auf lokalen Hausmessen waren mehr
Kanu-Händler und Hersteller versammelt als auf
der Branchenmesse.
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| Akuter
Platzmangel im Saal des Hotel Post in Rohrdorf, Oktober
2003 |
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Die
Outdoor bietet Ambiente, Service und Professionalität
auf höchstem Niveau.
Die Synergie-Effekte aus der Kombination mit ähnlichen
Branchen auf Ispo und Outdoor sind sehr wertvoll.
Trotzdem funktioniert sogar eine hemdsärmelige
Veranstaltung im Herbst besser als eine perfekte Messe
mitten im Sommer. |
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Kommunikationspanne
Die Outdoor-Messe versuchte die verlorenen Aussteller zurück
zu gewinnen. Sie bot zusätzliche Flächen und erweitertes
Rahmenprogramm an, doch ohne sichtbaren Erfolg. Eine ungeschickte
Informationspolitik bewirkte sogar noch das Gegenteil: Die
geplante Verlegung an die besseren Plätze wurde als
Abschiebung in die Ecke fehlinterpretiert und führte
zu Protesten. Die guten Absichten der Messe wurden nie richtig
vermittelt.
Aus den Trümmern etwas Neues
Im Februar 2004 ist Bestandsaufnahme. Der zentrale Marktplatz
der Kanubranche ist verloren, Europas Kanu-Industrie findet
im Nebenzimmer und auf diversen Hausmessen statt.
Schlechter kann es kaum noch werden. Man beschließt,
sich selber zu helfen und aus den Trümmern mit eigener
Kraft etwas aufzubauen. Die Kanubranche organisiert ihre
eigene Messe.
Der
Ort Rohrdorf ist den Besuchern aus 2003 bereits bekannt.
Statt dem kleinen Saal wird das moderne Sportzentrum gemietet.
Das Interesse ist groß, binnen weniger Tage ist die
1200 m2 Halle komplett ausgebucht.
Aussteller, die keinen richtigen Platz mehr bekommen konnten,
haben einen Mini-Stand im Foyer oder auf der Galerie gebucht,
um wenigstens dabei zu sein.
Ein
guter Start mit langfristigen Perspektiven
Aus heutiger Sicht verspricht schon die erste die Kanumesse
der wichtigste Treffpunkt der internationalen Kanuindustrie
in Europa zu werden. Circa 50 Aussteller werden an der Messe
oder in der Umgebung ausstellen, Besucher aus der Region,
aus Europa und aus Übersee haben ihr Kommen angekündigt.
Kanumesse
2005 am 15.-18. September 2005
Für die Zukunft werden wir uns etwas einfallen lassen
müssen, damit mehr Aussteller Platz finden können.
Möglichkeiten gibt es viele, doch vor einer Entscheidung
soll erst einmal die Rückmeldung der Besucher und Aussteller
abgewartet werden. Denn Bestand haben wird nur eine Entscheidung,
die den Wünschen der Aussteller und Besucher entspricht.
(Text
und Fotos Horst Fürsattel 24.07.2004) |
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